Archive for the ‘Olympia@Cosmotourist’ Category

Amerikanische Sportler entschuldigen sich für Mundschutz

Monday, August 11th, 2008

DINA84

Bei der Ankunft in China haben einige amerikanischen Sportler den Mundschutz getragen. Dies wurden vom Reporter photographiert und dann weiter verbreitet. Gestern haben die amerikanischen Sportler sich dafür entschuldigt. Sie wussten vorher nicht, dass es eine Beleidigung der Chinesen sein könne. Ich glaube, dass sie sich nicht zu entschuldigen brauchen. Es ist auch keine Beleidigung der Chinesen. Sie haben die Freiheit, den Mundschutz zu tragen. Im Frühling beim Sandsturm habe ich selber auch Mundschutz getragen. Aber sie haben im Hochsommer in Beijing immer den Mundschutz getragen, das zeigt nur, dass sie zu wenig von China und von der Außenwelt wissen. Das ist ein Signal ihrer Unwissenheit. Das tut mir sehr leid. Einmal fragte eine amerikanische Frau mich, gibt es in China noch die Frauen, die Mädchenfüße einschnüren? Ich muss lachen. Es ist so komisch. Wenn ein Chinese einen Amerikaner fragte, gibt es heute noch schwarze Sklaven in den USA? Die Amerikaner würden auch lachen. Natürlich werden die Chinesen solche blöden Fragen nicht stellen, sie lernen die Geschichte, und sie wissen die Änderungen in der heutigen Welt.

Wie man das Fahrverbot umgehen kann

Thursday, August 7th, 2008

DINA84

Wegen den olympischen Spielen in Beijing ist ein Fahrverbot durchgeführt worden. Ist die Schildnummer vom Auto gerade Zahl, dann fährt das Auto am Tag von der gerade Zahl, am Tag von der ungerade Zahl darf dieses Auto nicht fahren. Das Auto mit der ungerade Schildnummer kann auch nur am Tag von der ungerade Zahl fahren. Für dieses Verbot haben die Beijinger eigene Lösungen gefunden, zuerst benutzen zwei Familien ihre Autos zusammen, eine Familie hat ein Auto mit der gerade Schildnummer, eine andere Familie hat ein Auto mit der ungerade Schildnummer. Zweitens, man tauscht die Wohnungen aus, z.B. eine Familie wohnt im Norden von Beijing, aber sie arbeitet im Süden von Beijing, eine andere Familie wohnt im Süden, aber arbeitet im Norden, dann tauschen diese zwei Familien ihre Wohnungen aus. Drittens, man kauft ein neues Auto, z.B. zuerst hat eine Familie ein Auto mit der gerade Schildnummer, dann kauft sie ein neues Auto mit der ungerade Schilnummer. Viertens, man fährt mit dem Taxi. Fünftens, man fährt mit den öffentlichen Vehrkehrsmittel, die Vehrkehrsmittel in Beijing sind die günstigen in China, eine Busfahrt kostet nur 0.2 Yuan (0.02 Euro). Es ist auch sehr interessant, dass man nach einem Fahrverbot sofort viele Lösungen finden kann

Olympia@Cosmotourist: Boykott der Spiele?

Friday, May 23rd, 2008

Der Countdown läuft, die Olympischen Spiele 2008 rücken näher. Die Weltöffentlichkeit blickt nach China, in ein Land, das keine Pressefreiheit kennt und dennoch ein mediales Großereignis ausrichtet. Der Regierung in Peking ist die Kontolle über das Bild, das in der Öffentlichkeit entstehen soll, entglitten, Propaganda und Gegenpropaganda bestimmen die Diskussion. Doch wie kann sich ein reales Bild zusammensetzen? Auf Cosmotourist.de und hier im Blog streiten Chinareisende, Studenten aus Peking und in Peking, Sportinteressierte, Newbies und Discoverer über die Olympischen Spiele 2008.

DINAH / EXPLORER

ExplorerGlaubt ihr, dass die öffentliche Meinung tatsächlich Druck auf die chinesische Regierung ausüben kann, oder werden die Spiele nach ihrer Eröffnungsfeier (egal ob mit oder ohne Politiker) ihren gewohnt verlogenen Gang gehen?

WELTBUMMLER / EXPLORER

ExplorerIch denke, daß die Situation wieder einmal zeigt, das Profit und Macht die Welt regieren und nicht Einigkeit und gemeinsames Streben nach Frieden, was die Spiele eigentlich symbolisieren sollen, vor einigen Jahren hätte so ein Gesichtsverlust China vielleicht noch zum Umschwenken gebracht, aber aufgrund der wirtschaftlichen Vormarschstellung und der größeren Akzeptanz die China heute in der Weltöffentlichkeit besitzt, ist nicht davon auszugehen, daß eine Änderung eintritt und wohl damit zu rechnen, dass die Reden vom Frieden und Verständnis hohle Versprechungen bleiben werden.

STANDEPETRA / TOURIST

Verlogenheit ist ein gutes Stichwort. Bei den Olympischen Spielen geht es doch nie um Völkerverständigung und Frieden, sondern um Geschäfte, wie immer halt. Ein Beispiel: IOC-Vize Thomas Bach sitzt im Verwaltungsrat der Siemens Schweiz AG, die den neuen Olympia Flughafen bauen darf (250 Mio.!). Und er ist Aufsichtsratschef eines riesigen Herstellers holzverarbeitender Maschinen, der sehr aktiv in China ist. Die Spiele finden wohl kaum in China statt, damit man dort mit Hilfe der “stillen Diplomatie” die Menschenrechte verbessert, vielmehr locken die wachsenden Märkte. Was will man also erwarten? Da ist doch eigentlich auch die Empörung nur verlogen…

HERBERIA / TOURIST

TouristAlso ich finde deine Frage respektlos gegenüber der Idee der Spiele und gegenüber allen Sportlern. Dass solche Ereignisse große wirtschaftliche Aufträge nach sich ziehen kann man ja wohl an einer Hand abzählen. Die Zusammenhänge an sich kenne ich nicht - habe aber auch schon gehört, dass die chinesische Regierung das Olympische Komitee geschmiert haben soll, damit es nach Peking kommt. Aber wir sollten bei den ganzen Skandalen noch etwas Raum für den Sport lassen. Wenn man nun alles verteufelt, wird es ja auch nicht besser….

STANDEPETRA / TOURIST

Gut, Herberia, dann sprechen wir mal nicht über Menschenrechte sondern über den Sport. Wie war das noch mal mit Doping und Doping-Opfern? Bis unter die Ohren mit Hormonen vollgespritzte Menschen ringen darum, noch eine Zehntelsekunde schneller zu rennen als im Vorjahr. Also irgendwie will mein Herz nicht höher schlagen, wenn es um die Olympischen Spiele geht…

GURKIBAER / INSIDER

Insider«Gut gemeint ist immer falsch». Wenn heute Chinesen westliche Verhaltensweisen trainieren müssen, die ihrer Kultur zuwider sind, um westliche Gäste auf westliche Art empfangen zu können, wenn für eine Sportveranstaltung ganze Strassenzüge eingeebnet werden, wenn Religion und althergebrachte Kultur ihren Platz nur noch im Museum oder in Disneyland-ähnlichen Orten haben, wird sich dies früher oder später rächen – mit oder ohne Politiker an der Eröffnungsfeier. Seit 40 Jahren fühlen sich die Tibeter in der Ausübung ihrer Religion bevormundet; nun nutzen sie die Gunst der Stunde, um dagegen aufzubegehren. Von anderen Orten erfahren wir viel weniger. Die NZZ ist da eine der wenigen Ausnahmen, die aus dem Reich der Mitte ab und zu ungeschönigt berichten.

Link: http://www.cosmotourist.de/reisetipp/54237/china/olympia-boykott/

Olympia@Cosmotourist: Chinesen boykottieren franz. Waren

Wednesday, May 21st, 2008

DINA84 / NEWBIE

Newbie

Zur Zeit sind alle Chinesen beschäftig mit den olympischen Spielen. Wir Studenten an der Uni bereiten sich für die Spiele vor schon seit dem letzten Jahr. Viele Mitstudenten von mir arbeiten für die Spiele. Z.B sie müssen Englisch verbessern und die Gewohnheiten der Ausländer aus aller Welte kennenlernen. Eine Freundin von mir ist verantwortlich dafür, die Gäste während der Spiele zu empfangen. Um bessere Gestalt zu behalten musste sie fast acht Stunden jeden Tag trainieren. Natürlich macht sie es gerne. Es ist schon grosse Ehre für sie, dass sie die ausländischen Gästen empfangen kann. Viele alte Gebäude in Peking sind neu verputzt und neue Lichte auf der Strasse sind einstellt. Unsere Sommerferien werden vorverlegt, damit wir uns für die olympischen Spielen vorbereiten können.
Aber einige Freunden von mir sind schon sehr traurig. Was in Paris geschehen ist, verletzt ihre Gefühle tief. Ihre Bemühungen für die Spiele scheinen auf einmal sinnlos zu sein. Sie sagen mir, dass sie zur Zeit nicht im fränzösischen Supermarket ,,Carrefour‘‘ einkaufen werden. Übrigens kaufen sie jetzt auch keine Erzeugnisse aus Frankreich. Ich kann sie verstehen. Gestern bin ich in ,,Carrefour‘‘ gegangen. Dort gab es wirklich weniger Gäste. Früher stand immer eine lange Schlange an der Kasse, aber gestern brauchte man bei der Bezahlung sogar nicht zu warten. Ich glaube, dass ich zur Zeit auch nicht in ,,Carrefour‘‘ gehen will. Es gibt unglaublich viele Supermärkte in Peking.

WELTBUMMLER / EXPLORER

Explorer

Es ist wirklich mehr als erstaunlich wie wenig Chinesen von der Politik halten und sich dafür interessieren. Ich denke es ist sicher keine Lösung einen Supermarkt zu boykottieren. Viel besser wäre es wenn ihr etwas gegen die politische Situation eures Landes machen würdet. Die Fackel ist ein Feiheitssymbol und wird jetzt scharf bewacht und ist nicht für alle Menschen zu sehen. Allein die Tatsache das dies geschehen muß sollte zum Nachdenken bringen.

ARIANE / ADVENTURER

AdventurerWer genau will den Boykott französischer Waren: die Chinesen oder die chinesische Regierung?

TRAVAHOLIC / EXPLORER

ExplorerBoykott gegen französische Waren? Junge, Junge. Ihr laßt also Käse und Wein dafür büßen, daß manche Leute in der restlichen Welt Stellung nehmen gegen die chinesische Politik? Wenn mans genau nimmt, ist der Boykott der Fackel nichts anderes. Und genauso dämlich. Ihr Studenten solltet lieber mal genauer hinhören, was der Rest zu sagen hat. Oder was glaubt ihr denn, warum gerade kein Ausländer ohne Sondergenehmigung zu euch rein ins Land kommt, warum eure Leute eingesperrt werden, wenn sie sich über die Regierung äußern, warum die chinesische regierung so einen Aufwand betreibt, um Internet und Co zu sperren und zu steuern??? Hä? Und ihr boykotiert nen Supermarkt …

ELISA / TOURIST

TouristDanke für den Beitrag! Es ist toll mal zu erfahren, wie der Konflikt um Olympia von Peking aus wahrgenommen wird. Bitte mehr davon!!

HERBERIA / TOURIST

TouristIch kann das Unglück der chinesischen Leute verstehen. Sie freuen sich auf das Ereignis, es ist eine Ehre für sie, die Spiele austragen zu können und sie möchten einfach ihr bestes geben. Es ist dann wahrscheinlich nur ein schwacher Trost, wenn meiner Meinung nach diese Boykotts gegen die Regierung und die chinesische Politik gemeint sind. Das geht nicht gegen die Leute auf der Straße, die Veranstalter und Mitwirkenden, die tausenden Menschen, die arbeiten und schuften und helfen. Es geht meiner meinung nach nur um die Politik. Und da finde ich es auch ziemlich traurig, dass weniger die Politiker als die Menschen dort darunter zu leiden haben. Und für uns in Europa ist es auch schwierig manche Dinge zu verstehen - so wie die chinesische Regierung die chinesischen Medien kontrolliert, werden ja auch die Informationen, die ins Ausland gehen kontrolliert abgegeben. Was wissen wir also wirklich? Wir hören viel - von Unrecht und Menschenverletzungen und wahnsinniger Opferbereitschaft - und wie anders - nutzen die Menschen hier die Medien eben als Plattform, um Meinungen in die Welt und eben nach China, zu euch zu tragen. Guter Beitrag. Ich freu mich, wenn wir mehr Licht ins Dunkel bekommen.
SIBYLLE / ADVENTURER
AdventurerDeine Freundin muss 8 Stunden täglich trainieren, um eine gute Figur für Olympia zu haben? Bekommt sie diese 8 Stunden bezahlt?
KLAUS D. / EXPLORER
ExplorerIch kann verstehen, dass es blöd ist, wenn man sich bemüht, sich so gut wie möglich für Olympia zu präsentieren und dann lösen die Spiele in der ganzen Welt keine Begeisterung aus, im Gegenteil, man wird sogar angefeindet. Aber habt ihr euch mal überlegt, warum das so ist? Die Fackel wurde in Paris ja nicht grundlos angegriffen. Die Demonstranten, die überall wo sie auftaucht auf die Straße gehen, setzen sich schließlich gegen Menschenrechtsverletzungen in eurem Land ein!
2008-04-18 06:39:3
DINAH84 / NEWBIE
NewbieWir Studenten an der Uni haben auch immer sich ueberlegt, warum die Fackel in Paris angegriffen wurde. Viele Sachen sind kompliziert. Es ist wirklich schwierig, fuer uns, die einfachen Leute in China oder in Europa, die Wahrheit zu erkennen. Aber wir versuchen immer sich Gedanken zu machen und die Leute in Europa zu verstehen. Aber ich muss fragen, wie viel wissen die Protestierenden in Paris von Tibet, kennen sie die Geschichte von Tibet? Sind sie sogar einmal in Tibet gegangen und mit dem Volk dort zu sprechen? Wenn sie wenig von Tibet wissen und an den Protesten teilnahmen, muss ich sagen, dass sie unverantwortlich sind.
Als ich in der Schweiz studierte, habe ich auch selbst die Leute aus Tibet gesehen. Es gab damals ein Fussballspiel zwischen der Schweiz und China. Die Leute aus Tibet protestierten waehrend des Spieles und hatten eigentlich keinen Lust, das Spiel zu sehen. Ich konnte das gar nicht verstehen: die chinesichen Fussballspieler sind in der Schweiz gegangen, um Fussballspiel zu machen. Wogegen protestierten die Leute aus Tibet?
Ich kenne die Situation und die Gedanken von manchen Europaern. Ich habe auch viele Mitstudenten, die in Deutschland, in Frankreich studieren. Sie kennen die Situation in China und in Europa. Und es gibt zahlreiche Chinesen in aller Welt, die verteilen auch Informationen aus aller Welt zu ihren Verwandten oder Freunden im Inland. Aber warum sind sie trotzdem sehr traurig und enttaeuscht? Chinesen sind nicht dumm, sie haben ihren eigenen Bescheid. Sie sind nicht manipuliert von der Regierung. Wenn die Regierung Fehler macht, kritisieren sie die Regierung auch scharf.
Wenn wir das Radio und Glotze aufmachen, koennen wir immer sofort hoeren, in wie vielen Tagen die olympsichen Spiele stattfinden werden. Wenn man nicht in Beijing waeren, koennte man die Gefuehle der Chinesen nicht verstehen. Wenn die olympischen Spiele in anderen Laedern stattfinden, unterstuetzen wir die anderen Laender. Trotzdem haben die anderen Laender bestimmt ihre eigenen politischen oder wirtschaflichen Problemen. Wir unterstuetzen sie jedoch, weil die Problemen nichts mit der olympischen Spielen zu tun hat. Aber warum ist es so schwerig, dass die anderen Laender uns Chinesen einmal unterstuetzen?

http://www.cosmotourist.de/reisetipp/54144/beijing/carrefour-in-china/